[schon wieder- neulich im Wartezimmer #2]
Heute Morgen zog ich gemeinsam mit der Frau Mama aus, um die erste Mammographie meines Lebens über mich ergehen zu lassen. Kann man mit 36 ja mal machen- außerdem wollte ich mir immer schon mal hochprofessionell die Brüste quetschen lassen.
Wir hatten direkt um neun die ersten Termine, was eine geschickt gewählte Zeit ist, wenn man bedenkt, dass mit uns beiden die größtmögliche Konzentration an Ungeduld im Wartezimmer Platz nimmt. Allein schon das Wort. Uns lässt man besser nicht allzu lang w.a.r.t.e.n.
Die Mutter kam auch rasch dran, derweil wühlte ich mich durch das Zeitschriftenarsenal der Praxis. Immerhin schien die Ärztin, ähnlich wie ich, einen Faible für Wohnzeitschriften zu haben. Schien, denn die aktuellste Ausgabe war aus dem Herbst 2007. Keine Ahnung, in welche Richtung Printmedien das Interesse anschließend abgedriftet ist- wartezimmertauglich scheint es jedenfalls nicht mehr zu sein.
Nach einer halben Stunde Warterei begann ich mich zu fragen, ob die Dauer der Untersuchung in direktem Zusammenhang mit der Brustgröße steht und begann anschließend mir deswegen ein wenig Sorgen zu machen- wird ja jetzt mit der Winterzeit immer so früh dunkel.
Weitere 15 Minuten später erschien die Mutter wieder im Wartezimmer. Die neuen Praxisangestellten haben leider bei ihrer Untersuchung etwas falsch gemacht. Anschließend war das Gerät kaputt. Immerhin konnten ihre Bilder noch ausgewertet werden. Alles okay. Ich darf morgen beim Ausweichtermin nochmal meine Geduldsnerven strapazieren. Ich nehm mir jedenfalls was zu lesen mit. Vielleicht ne Bravo von 1985..
Joe
Klar, beim Thema ‘Brüste quetschen’ traut sich keiner zu kommentieren!
Hab’ auch schon eine Mammographie hinter mir und fand es völlig unspektakulär - habe nix gemerkt. War aber faszinierend anzusehen zu welchen Deformationen meine Brüste fähig sind.