[kleine Aggressionen am Abend]

Gestern beinahe, also wirklich beinahe, die örtliche Post in die Luft gesprengt. Verdient hätte sie es. Eigentlich schon beim letzten Mal, aber da hab ich mir über den nicht vorhandenen Service noch keine Gedanken gemacht. Gestern jedoch hat man dort das Fass zum Überlaufen gebracht. Nun gut, ich gebe zu, dass mein Fass mehr einem Eierbecher gleicht, in den somit nicht so viel Flüssigkeit passt, aber trotzdem. Und ich lasse als Postentschuldigung auch nicht gelten, dass ich mich vor Abfahrt zur selben vielleicht ein klitzekleines bißchen verquatscht und damit die Zeit vergessen habe.

Ich war pünktlich. Pünktlich heißt: 18.oo. Allerdings schließt die Post um 18.oo. Für eine erfolgreiche Paketabgabe hätte ich also um 17.59 da sein müssen, wie der Mann, der vor mir noch in die Filiale gelassen wurde, was ich gesehen habe, während ich aus meinem Auto stieg. Aber in den Sekunden, die ich vom Auto zur Tür brauchte, muss der Zeiger umgesprungen sein. Unwiderruflich. Und das bedeutete: Tür zu!

Und damit man nicht womöglich noch Service bieten muss, wo keiner ist, vermieden die freundlichen Postmitarbeiter es auch, mich anzugucken. Da konnte ich draußen vor der Scheibe noch so ungesunde Verrenkungen machen, um die Aufmerksamkeit auf mich zu lenken. Also mit Schimpfen und erhobenem Finger des Mittelhandbereiches wieder zum Auto, mit quietschendem Reifen vom Hof und heute dann noch ein Versuch.

Um 17.59!

[Edit 12.oo]
Natürlich zuviel Angst gehabt, dass die Uhr falsch geht oder ich im Stau steh, Ufos im Sauerland landen oder aber mir ein Reifen platzt und deswegen um 11.3o schon zur Post. Und? Unsere Filiale ist heute nur bis 1o.oo geöffnet. Wir bitten um Ihr Verständnis. Morgen sind wir wieder für Sie da…
Verständnis? Ich?? ICH???

2 Mehrere Meinungen to “[kleine Aggressionen am Abend]”

  1. grafikerjody

    Da fehlt ein “R” ich als Königin der Vertipper darf das sagen…

  2. chilldogg

    Da fehlt ein Satzzeichen ;-)
    Nein, Quatsch, vielen Dank..

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