[Immer ich]

Nach meinem eigenen Gesetz der Serie besteht eine Serie aus drei Ereignissen. Speziell eine Serie unangenehmer Ereignisse. Das liegt daran, dass ich ungerade Zahlen nicht mag, aber das ist eine andere Geschichte. Angenehme Ereignisse dürfen sich gerne in geraden Zahlen wiederholen. Gerne auch mehr als zwei. Obwohl ich die Zahl 2 ausgesprochen gerne mag.

Wie auch immer, in den letzten Monaten haben jedenfalls drei Mal Dinge, die zuvor mir gehörten, den Besitzer gewechselt. Ohne meine Zustimmung.

Es fing an mit dem Portemonnaie, das mir irgend so ein W****** am Tag vor dem heiligen Abend aus der Tasche beim Möbelschweden klaute. Okay, ich war vielleicht auch ein kleines bisschen unvorsichtig und damit vielleicht auch ein klitzekleines bisschen mitschuldig, aber wer tut denn bitte so was? Kurz vorm heiligen Fest? Kauft womöglich mit den erbeuteten 14o Schleifen seiner Liebsten noch ein nettes Geschenk? …. -> von meinem Geld. Und die Liebste freut sich, dass er für sie darauf gespart hat. Hat er aber gar nicht. Hab ich. Also- na ja. Die Geschichte von mir und dem Sparen ist wieder ein anderes Thema.

Der zweite Streich folgte ein wenig später. Dieses Mal traf es die Digitalkamera. Natürlich die Neue, nicht die Alte. Und den iPod. Über den Verlust der Kamera habe ich mich geärgert. Sehr sogar. Beim iPod dafür ein wenig mehr Schadenfreude, schließlich war es der alte, der mir letztes Jahr hingefallen und kaputt gegangen ist. Das war ein schlechter Fang für den W******. Auch hier ließe sich über eine Mitschuld diskutieren, war doch die Terrassentür nicht ganz verschlossen. Böse Zungen würden behaupten, sie stand weit auf. Aber so weit will ich nun wirklich nicht gehen.

Der dritte und somit letzte Coup gelang einem aus der W******gemeinde vor ca. zwei Monaten, als dieser mein Fahrrad so schön fand, dass er beschloss, zukünftig selbst damit durch die Gegend fahren zu wollen. Er hätte ja wenigstens mal klingeln und fragen können. Über Mitschuld will ich auch in diesem Fall nur ungern sprechen, weil ich schon finde, dass man in fremder Leute Auffahrten nix zu suchen hat. Auch nicht fremder Leute Fahrrad. Sei es nun ab- bzw. angeschlossen oder nicht. Der W****** sah das offensichtlich anders.

Somit sollte diese Serie für mich zunächst beendet sein. Was auch bedeutet, dass die Kameratasche, in der die Digitalkamera meiner Mutter letzte Woche noch steckte, als sie mir diese für den Inselurlaub vorbeibrachte, nicht geklaut, sondern nur verlegt sein kann. Aber wie kann man so etwas bitte so professionell verlegen bzw.- in meinem Fall trifft es das besser- verschlampen? Ich habe schon so viel verschlampt, dass dieses Haus ob der verschlampten Masse eigentlich bersten müsste. Tut es aber nicht. Verschlampte Sachen tauchen auch nicht wieder auf. Die sitzen dort im Verschlamptesachenparadies und lachen sich einen ins Fäustchen, während sie auf mich, mal wieder suchend, hinabblicken. Neben der Kameratasche ist letzte Woche auch die neue Sonnenbrille verschwunden. Und die ist gar nicht so klein. Sonnenbrillen sind in dieser Saison ja auch eher selten klein, können sich aber offenbar klein machen, um nicht auf meiner Nase durch die Gegend getragen und meine Augen vor der Sonne schützen zu müssen. Ich hoffe, Tasche und Brille geht es gut dort, wo sie jetzt sind. Vielleicht schreiben sie ja mal eine Karte.

Nun könnte man denken, dass auch die anderen Dinge nicht entwendet sondern verlegt wurden. Ich habe zwar schon einiges geschafft, aber ein Fahrrad wäre sicherlich selbst für mich eine Glanzleistung. Bei dem Portemonnaie gebe ich zu, dass ich noch die nächsten beiden Male beim Autowaschen darauf gewartet habe, dass es unter dem Autositz wieder auftaucht, obwohl es ja mit im IKEA in der Tasche war. Ist es aber nicht. Leider.

4 Mehrere Meinungen to “[Immer ich]”

  1. maegz

    Au weia, das sind ja nicht gerade kleine Werte, die da desöfteren verschwinden. Bleibt nur zu hoffe, dass sich wenigstens die Sachen deiner Mutter wieder einfinden. Viel Glück beim Wiederfinden & ein herzliches $%&#&%$ an alle W******!

  2. Administrator

    stimmt. aber ich hoffe, wie gesagt, dass es sich um einer dreierkette handelte. dann ist erstmal wieder ruhe aber ärgerlich war das. und wie..

  3. goerch

    hhmmhh, erinnert mich ein wenig an verwandte, im speziellen den erzeuger und seine erzeugerin, da wird (wurde) ja auch gerne verschlampt, dies aber umgehend negiert, indem behauptet wird (wurde) es, das verschlampte, sei geklaut.

  4. Administrator

    ich weiß. gerne wurde der schwarze peter zunächst auch dem nachwuchs (also uns) in die schuhe geschoben. danach konnte es ja nur noch geklaut worden sein. irgendwann später tauchte es dann im eigenen schrank (also in dem des erzeugers) wieder auf..

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