[Nomen Est Omen]

Es ist Wochenende. Als erstes schalte ich die Kaffeemaschine ein. Anschließend gehe ich raus und hole die Zeitung. Das erste, beste und wichtigste an einer lokalen Tageszeitungen sind die Geburts- Hochzeits- und Todesanzeigen. Ohne die geht nichts. Schon gar nicht am Wochenende. Hochzeit und Tod interessieren, weil ja jemand dabei sein könnte, den man kennt. Bei den Geburtsanzeigen auch. Aber da interessieren mich noch mehr die Namen. Die Schlechten, nicht die Guten.

Nicht selten passiert es mir, dass mir ein Schreckenslaut entweicht, was bei der besseren Hälfte leicht zu Irritationen führen kann, dabei sind es doch nur die Namen, die mich zusammenfahren lassen.

Auf dem Schulhof prügeln sich zukünftig Maik, Yves, Anthony, Marvin, Collin, Yannik (Jannik/Jannick/Yannic), Justin, Dustin, Fynn und Kevin darum, wer mit der süßen Chiara aus der Parallelklasse gehen darf.
Derweil gehen die kleine Celine oder Selina, Zoe, Xena, Britney, Angelina, Alina, Michelle, Fabienne, Samantha oder Joyce leer aus.

Eine besondere Abart ist mir letztes Wochenende untergekommen. Als ob Chantal nicht schon genug wäre, haben die Eltern noch eins drauf gesetzt und sich etwas Besonderes einfallen lassen: Schantalle! Ich kann mir genau vorstellen, wie das kleine Mädchen von seinen Sauerländer Großeltern gerufen wird: SCHANTALLLLLLEEEEE, Essen ist fertig!

Kinder Eltern können grausam sein!

Passend dazu eben die Hitliste der Vornamen "gegooglet":http://www.google.de:
"Beliebte Vornamen":http://www.beliebte-vornamen.de/

10 Mehrere Meinungen to “[Nomen Est Omen]”

  1. HERZ.

    habe sehr geschmunzelt :)

  2. va

    … kann mich dem Herz nur anschließen ;-)

    … und möchte mich an dieser Stelle für die stets vergnüglichen manchmal auch nachdenklichen und zuweilen informativen Einträge (s. Winkekatze, wie hiess die noch gleich?) bei der Frau Hundesalon bedanken!!!

  3. Administrator

    ach, da nicht für ;-)
    maneki neku war das, meine ich. aber da hatte ja auch der herr kreuzblogger ausgeholfen, wenn ich mich richtig erinnere..

  4. danii

    oh ja. und deutlich erkennbar an der namensgebung (laut statistiken) auch immer wieder: gut verdienende, bzw. gut ausgebildete eltern und die, die es eben nicht so sind und haben…
    wir haben im haus eine “angelique”, die ist “drei fast vier”, grauenvoll.

  5. Administrator

    also, ich habe in der direkten nachbarschaft eine celine, einen nick, einen luke, einen leandro und einen gianluca. noch fragen? ;-)

  6. tageslicht

    Schlimm aufm Schulhof? Bestätigen kann ich da die stins. Dustin, Kevin & Marvin. Warum auf den DVDs die Vornamen nicht hinten in fett stehen zur Orientierungshilfe?

  7. einmon

    Am ärmsten dran sind ja gern mal die Kinder von Prominenten. Zum Beispiel der Sohn von Jason Lee: Pilot Inspektor. Oder die Tochter von Penn Gilette (seines Zeichens Zauberer/Fernsehmann in USA): Moxie Crimefighter. Oder die Tochter von Bob Geldof: Fifi Trixibelle. Oder der Sohn von U2-Bono: Elijah Bob Patricus Guggi Q. Da entschuldigt nur noch der Drogenkonsum…

  8. Administrator

    oder aber: es entschuldigt den zukünftigen drogenkonsum der lieben kleinen ;-)

  9. lillebro

    führt zur quizfrage: ist “shiloh nouvel” das buch zur serie “Die Leute von der Shiloh-Ranch” (ok, lange her) oder das kind von den brangelinas?

  10. Administrator

    das mit der shiloh-ranch hab ich schon mal irgendwo gelesen. aber b) ist natürlich richtig.
    aber, wie oben schon von der frau mon festgestellt wurde, die prominenten scheinen da ja generell in einer anderen liga zu spielen..

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