Archive for September, 2009

[Hundecontent- nicht lecker]

Tuesday, September 22nd, 2009

Ich sitze am Schreibtisch im Büro, hinter mir schlafen die Hunde auf ihrem Fatboy. Plötzlich macht Hund 2 ein komisches Geräusch. Ich drehe mich um. In dem Moment dreht auch Hund 2 den Kopf, kotzt sein Frühstück vom Kissen, dreht sich wieder zurück und schläft weiter. Völlig unbeeindruckt zeigte sich der Hund auch im weiteren Verlauf, als ich den Dreck wegmachte.
Mittagessen fällt für mich heute aus. Die Waage wird’s mir danken..

[Tag der offenen Tür]

Monday, September 21st, 2009

Das Rezept:
1 Behausung
1 Türkeil
1 schusselige Person (-> mich)
1 Einfahrtstor

Man nehme die Haustür, die Person und den Keil. Die Person lässt man um 08.30h das Haus verlassen, dabei die Haustür möglichst weit öffnen und den Keil unterschieben, damit die Tür nicht versehentlich wieder zufällt. Warum man den Keil benutzen muss? -> Schusseligkeit.
Möchte man dem Rezept noch ein bisschen mehr Würze verleihen, so sorge man dafür, dass die Person sich mit dem Auto vom Ort entfernt. Für das Auto die Person die Toreinfahrt öffnen und diese nicht wieder verschließen lassen. Nun lasse man die Person beispielsweise zur Arbeit fahren, damit die ganze Mischung ca. 5 Stunden ruhen kann und sie anschließend gegen 13.30h zurückkehren.
Die Behausung müsste anschließend gut gelüftet sein, die Person bei Rückkehr eine gute rote Farbe angenommen haben. Guten Appetit!

Beim kurzen Rundgang eben festgestellt, dass nix fehlt. Ich weiß nicht, ob ich froh oder beleidigt sein soll, aber ich sag mal, dass war so dummdreist, da hat sich vermutlich deswegen niemand reingetraut.
Wann es den nächsten Tag der offenen Tür gibt, kann ich leider noch nicht sagen, aber ich vermute einfach mal, dass es nicht der letzte gewesen ist..

[Damals©]

Wednesday, September 16th, 2009

Der Post des Herrn Paulsen in seinem kulinarischen Blog, brachte mich beim anschließenden Skypedialog mit der Frau Haaaase ins Grübeln.

Ich glaube, ich hätte den Marshmallow damals gegessen, auch wenn die Aussicht auf einen weiteren durchaus verlockend gewesen wäre. Zu groß war für mich allerdings die Gefahr, dass einer meiner großen Brüder mir den Marshmallow weggegessen hätte, dann hätte ich ja gar keinen gehabt. Wobei man fairerweise sagen muss, dass eigentlich immer ich diejenige war, die ihnen die Sachen weggegessen hat, wenn ich die Gelegenheit dazu hatte.

Süßigkeiten waren in unserer Kindheit ein rares Gut. Es gab immer nur einen kleinen Riegel Mars, Raider oder Snickers am Tag, alternativ auch ein Stück Mäusespeck oder zwei oder drei Bonbons für jeden. Wenn uns die Ration nicht direkt überreicht wurde, lagen die drei Portionen, Anteil genannt, in der Küche und warteten auf Abholung. Langes Warten von fremden Anteilen konnte ich nur schwer ertragen, irgendwann verschwanden die Rationen meiner Brüder auf unerklärliche Weise. Meist war der heilige Geist dran schuld.

Auch süße Getränke wurden streng rationiert. Es gab, meine ich mich zu erinnern, eine Kiste Zitronen- oder Orangensprudel im Abstand von zwei Wochen- also vier Flaschen für jeden. So standen in der Küche immer drei Flaschen rum, jede einzelne sauber durch den Namen des Besitzers auf dem Etikett gekennzeichnet. Limo klaute ich nie- zu sehr ekelte ich mich davor aus einer Flasche zu trinken, aus der vorher schon jemand getrunken hatte.

Mein kleines Taschengeld trug ich regelmäßig in den Kiosk, der eigentlich kein Kiosk war, sondern der Hausverkauf einer unfreiundlichen, älteren Dame. Man klingelte, die Dame machte auf, fragte genervt nach dem Wunsch und verschwand in ihrem Keller, um das Gewünschte zu holen. Für gewöhnlich konnte ich mir nur ein Mini Milk für 30 Pfennig oder Cola- oder Caprieis für teure 50 Pfennig leisten. Die Tafel Alpia (yuck) für 1,20 war nur sehr selten drin. Milka gab es nicht, auch wenn wir regelmäßig danach fragten, um durch stetige Nachfrage das Angebot zu erweitern, was nicht geklappt hat. Während die Frau im Keller war, konnte man im Hausflur hinter der Tür den Schaukasten mit all den Köstlichkeiten bewundern- Gummibärchen, Chips, Schokolade.. das Haus war wie ein Paradies und ich wär dort eingezogen, trotz der nicht gerade kleinen Angst vor der älteren Dame.

Wenn das Taschengeld aus und der Anteil aufgebraucht war, machte ich mich auf den Weg das Süßigkeitenversteck zu finden. Eine Zeitlang war es das abschließbare Fach im Gewürzküchenschrank, dessen Schloß sehr leicht auch ohne Schlüssel zu öffnen. Die Verstecke hielten nie lange, denn meine Mutter merkte schnell, dass eine Tüte Raider, die sonst über eine Woche hielt, innerhalb von zwei Tagen aufgebraucht war.

Die darauffolgenden Durststrecken überlebte ich durch den Konsum der Milch- oder Schokodrops von Vitakraft, die eigentlich für den Hund gedacht waren. Die waren ebenfalls süß und jederzeit verfügbar, außer meine Mutter kam auf die dumme Idee andere Hundeleckerchen zu kaufen, was ich bei gemeinsamen Einkäufen zu verhindern wusste.

Zu Weihnachten bekam ich meist ein Glas Nutella, das für mich kostbarer war als heute eine Daytona. Während der Rest der Familie Lachs oder ähnliche damalige Luxusköstlichkeiten ass (jaja), genoss ich mein Brötchen mit Nutella- meiner damaligen Fischallergie sei Dank.

Heute achte ich immer darauf ein Glas Nutella und eine Kiste Cola im Vorrat zu haben. Zwar esse ich Nutella sehr selten, aber man weiß ja nie. Und nachher kauf ich ne Tüte Marshmallows..

[Ferndiagnose]

Thursday, September 10th, 2009

Glcükskekszukunft- ganz ohne Kalorien (passt gerade auch nix mehr nach einer Rolle Mentos):

Unten links im Bild: 1x doof gucken am Stück, nicht geschnitten..

[Kloyeur]

Wednesday, September 9th, 2009

Was ich nienienienicht verstehen werde, ist dieser Trend Schlaf- und Sanitärbereich zu vereinen.


[macgerritsen via]

Ich gebe zu, das sieht unendlich schick aus und ist durchaus auch vertretbar, wenn.. ja, wenn die Toilette nicht mitten im Raum stehen würde. Man stelle sich vor, man lernt jemanden kennen, nimmt die Person mit heim und am nächsten Morgen dann.. naja. Noch schlimmer, man wird mitgenommen und am nächsten Morgen dann Magen-Darm. War doch klar- Döner nach Mitternacht. Oder so ähnlich.

Auch nach längerer Beziehung habe ich kein Interesse an partnerschaftlichem Klozoo. Offene Badewann ist okay, meinetwegen auch noch das Waschbecken, aber die Schüssel gehört hinter eine Tür. Eine eigene Tür. Kein Glas. Geräusch-, Geruch- und Blickdicht. Oder hab ich was verpasst? Kann sein, ich hab’s ja auch nicht mit FKK..

[Ich kotz Blut]

Monday, September 7th, 2009

Wir schreiben heute den siebten September des Jahres 2oo9. Der Sommer hat dem Herbst Platz gemacht und auch wenn Wetterberichte aller Orten für diese Woche eine Rückkehr des ersteren versprechen- die warmen Tage sind gezählt. Die dritte Jahreszeit lässt sich das Wasser nicht mehr abgraben. Der Kampf muss- für dieses Jahr zumindest- als gekämpft und verloren gewertet werden. Wie immer. Das Laub beginnt sich zu färben, Kastanienbäume werfen in atemberaubender Geschwindigkeit grüngehüllte Früchte auf die Spaziergänger darunter nieder, der Wald beginnt modrig zu riechen, Obstbäume beugen sich unter der Last der reifen Früchte. Auch wenn das Thermometer heute noch einmal Werte über 20 Grad erklimmen soll, der Morgen beginnt kalt. Wer nicht an eine Jacke denkt (ich), ist selber schuld.

Wir begannen das eintägige Projekt Gasanschluß im August. Da war noch Sommer. Man konnte das Haus morgens im T-Shirt verlassen und auch so abends wieder zurückkehren. Der Sundowner wurde auf der Terrasse getrunken und noch nichts liess erahnen, dass der Herbst schon so unaufhörlich an die Türe kratzt. Immerhin- der kratzte. Im Gegensatz zum Tiefbauunternehmer, der die Hände stillhält und derweil die Fingernägel bis auf die Nagelhaut runterkaut, damit kein Kratzen mehr die Welt erschüttern kann. Von den immerhin drei Ansprechpartnern, die ich inzwischen habe, geht heute Morgen keiner ans Telefon. Hab ich was verpasst? Ist noch Sonntag?

Ich freue mich schon darauf, die Bilder der schneebedeckten Baugrube zu posten. Wir werden Silvester darin verbringen und den Bäumen daraus im Frühjahr beim Knopsen zusehen. Im Sommer werde ich dort eine Ferienwohnung einrichten und ab Herbst Führungen veranstalten..

[Handwerker #2]

Wednesday, September 2nd, 2009

Wie es der Zufall und der gemeine Handwerker so wollen, haben wir immer noch ein großes Loch auf dem Grundstück.

Nicht weiter erwähnenswert ist hierbei die Tatsache, dass der Handwerker natürlich NICHT am nächsten Tag wieder auftauchte, um die Arbeit wieder aufzunehmen. Erst ein paar Anrufe später versprach man mir, dass gegen Mittag jemand vorbeikommen und weitermachen würde. Eine kurze Zeit war auch jemand da, denn eines der Löcher war abends tatsächlich wieder verschlossen. Das andere hingegen…

Abends dann erwischte ich den Handwerker dabei, wie er seine Gerätschaften vom Grundstück entfernte. Er könne nun nichts mehr machen. Der Anschluß würde von einer anderen Firma durchgeführt werden, wann die komme, wisse er nicht. Anschließend würde er dann alles wieder verschließen. Seitdem passierte nichts. Seit nunmehr einer Woche haben wir nun eine mittelgroße Baustelle auf dem Grundstück und ein Loch in der Hauswand.

Eben machte ich dann mal wieder einen leisen telefonischen Vorstoß. Es sei noch keiner da gewesen? Das gibt es doch gar nicht. Da würde man mal nachhaken und sich anschließend melden. Wie überrascht mag der Leser sein, wenn ich ihm berichte, dass das Telefon seitdem schweigt wie Trappisten im Kloster?