Archive for August, 2009

[Handwerker]

Wednesday, August 26th, 2009

Man soll ja keine Vorurteile haben und ich gehöre zu den Letzten, die vorschnell urteilen.. Okay, lügen soll man auch nicht..

Jedenfalls kam heute Morgen mit sechswöchiger Verspätung das Team, das unseren Gasanschluß legen soll. Man versprach, nur ein kleines Loch in den Rasen zu machen und dieses auch bis abends wieder so verschlossen zu haben, dass wir nichts mehr sehen würden.

Und dann begann man ein Massengrab auszuheben und sich gegen Mittag rauchend vor dem offenen Grab stehend mit den Worten zu verpissen, dass man zu einer Störung müsse und Störungen immer Vorrang haben.

Ich müsste schwer vorurteilen, wenn ich behaupten würde, dass die morgen Früh nicht aufschlagen..

[Der Beweis]

Wednesday, August 26th, 2009

Gestern Abend in der Küche ganz frisch beim Senden erwischt. Waren vermutlich die Erfolgsberichte des Tages. Es gab aber auch wirklich nur die Gelegenheit für dieses eine Foto, danach wurde die Verbindung gleich wieder unterbrochen. Vielleicht stört die Kamera ja auch die Kommunikation, ist ja schließlich die vom Handy gewesen..

[(N)E.T.]

Tuesday, August 25th, 2009

Ich habe eine Theorie. Diese Theorie hat mit dem kleinen gefleckten Hund zu tun, der vor rund 8 Jahren bei mir Einzug gehalten hat. Als ich losfuhr, um mein Leben mit einem Haustier zu bereichern, hatte ich mir eigentlich die Schwester des Hundes ausgeguckt. Weniger Begeisterung als diese Schwester hat, von meinen Chemie-, Physik-, Musik- und Mathelehrern mal abgesehen, bisher kein Lebewesen bei meinem Anblick jemals gezeigt. Zumindest nicht so offen. Wollte die Schwester alles außer Kontakt mit mir, so war Hund 1 begeistert und tat alles, um auch mich von sich zu begeistern. Nun braucht es bei einem kleinen Welpen nicht viel, um mich vom Hocker zu reißen. Außerdem hatte mir mal jemand gesagt, dass der Hund den Mensch aussucht und nicht umgekehrt. So kamen die kleine Siegesgöttin und ich zusammen und je länger ich mit ihr zusammen lebe, desto klarer wird mir, dass da noch andere ihre Finger im Spiel hatten, ihre kleinen, grünen, klebrigen 13 Alienfinger. Hund 1 kommt nicht von hier. Dieser Hund wurde aus dem All geschickt, um mich auszuspionieren. Lange habe ich darüber nachgedacht, warum die Wahl gerade auf mich fiel. Seit heute weiß ich es. Der Hund wurde von der außerirdischen Einzelhandelsindustrie geschickt- Abteilung Kleinstadt Sauerland.

Zwar wohnte ich damals noch in Köln und verschwendete keinen Gedanken daran irgendwann mal hierher zurückzukehren, aber der kleine HandPfotenlanger zog damals schon die Fäden. Von langer Pfote drei Jahre im Rheinland vorbereitet, zog ich schließlich zurück ins beschauliche Sauerland. Seit meiner Rückkehr vor fünf Jahren siedelten sich zahlreiche neue Einzelhandelsgeschäfte hier an und bei jeder Neueröffnung fragte ich mich, woher die wussten, dass ich GENAU DAS gesucht habe.

Schon länger vermutete ich, dass ich ausspioniert und bei jedem Stadtgang von einer unsichtbaren Macht gescannt werde. Anschließend wurde recherchiert und geordert. Dann mussten die Waren nur noch hübsch in die Läden sortiert werden und im Laufe der Zeit würde die Falle schon zuschnappen. Und sie schnappte- schneller und besser als Mickey Cochrane. Ausspioniert wurde ich nicht etwa auf offener Straße, sondern Zuhause in den eigenen vier Wänden von einem kleinen, durchtriebenen Terrier, der, während ich so durch die Kleinstadtläden schlendere, immer an meiner Seite ist. Ein kleiner, fröhlich wedelnder Hund. Blauäugig wie ich bin, dachte ich immer, der Hund wedelt, weil er sich in den Läden was zu Fressen erbetteln will, dabei war das alles eine Form von Kommunikation und ein Siegesgrinsen, breiter als das von Jack Nicholson.

Am Wochenende nun also eine weitere Ladeneröffnung mit Kleidungsstücken, die in meinem Schrank noch gefehlt haben. Eben kurz die Mittagspause genutzt und mit den Hunden mal kurz das Sortiment inspiziert. Und dabei wurde es mir klar: dieses Wedeln, diese Freude, alles kleine Victoryzeichen und die Vorfreude auf außerirdische Hundeprovision. Leider kam mir die Erkenntnis erst, NACHDEM ich den Laden mit einer großen Tüte wieder verlassen hatte. Aber der Pulli und die anderen Sachen haben in meinem Kleiderschrank wirklich noch gefehlt. Ganz ehrlich..


Das Foto zeigt Hund1 mit Ohren in Sendeposition. Oft sitzt der Hund rum und hat eines oder beide Ohren nicht, wie üblich, als Schlappohren runtergeklappt, sondern streckt die kleinen Ohrenspitzen gen Himmel. Sitzt oder liegt der Hund so, sendet er gerade Informationen an seine Auftraggeber und guckt unschuldig in die Gegend. Der Hund lässt sich damit leider nie fotografieren, nur mit List konnte ich dieses Beweisstück während der Übertragung von Informationen im Hundeschlaf schießen. Das war 2oo5.

[Kinners, die Zeit..]

Tuesday, August 25th, 2009

Ja, ist denn schon wieder August? Als ich heute Morgen mit leicht schützenfestgeplagtem Kopf den Briefkasten öffnete, fiel mir der neue IKEA-Katalog entgegen. Genau die richtige Lektüre, um in diesen Tag zu starten, dachte ich, packte den Katalog zu den Bürosachen und fuhr los. Nun sitze ich hier, der Katalog ist immer noch nicht durchgeguckt und- man ahnt es- der Tag hat die Starttaste ebenfalls nicht gefunden. Und zwar nicht nur bei mir, wenn ich mir das triste Grau vor dem Bürofenster so ansehe.

Zudem schwebt der Hundespaziergang wie ein Damoklesschwert über mir, denn, auch wenn der Wetterbericht ab Mittag von Regen und Gewittern spricht, ich weiß: Regen und Gewitter gibt es AB Hundespaziergang, ganz egal zu welcher Tageszeit ich den starte..

[Waidmannsheil]

Monday, August 24th, 2009

Das Wochenende verbrachten wir mal wieder in der idyllischen Einöde Nordhessens. Und wieder versuchte ich mein Glück bei der Jagd. Also nicht aktiv. Dieses Mal sogar mit Doping (s.o.). Leider hat auch das nix genützt. Gesehen haben wir viel, erlegt wieder nichts. Auch wenn das eigentlich nicht schlimm und die Zeit auf so einem Hochsitz dennoch spannend und interessant ist- SO werde ich nie erfahren, ob ich für die aktive Jagd wirklich geeignet bin. Mal wieder stelle ich fest, dass ich bei der Jagd vor allem einem Glück bringe: dem Wild.

[Textmarker gefressen?]

Wednesday, August 19th, 2009

[Die Herberge der verzogenen Gören]

Monday, August 17th, 2009

Schreib ich es oder schreib ich es nicht?
Da ich den gestrigen Abend nicht mit meinem Fernseher verbringen konnte (was ich nebenbei auch sonst im Sommer möglichst vermeide), nahm ich die von RTL gesendete Doku ‘das Luxusinternat kurzerhand auf. Zum Einen, da ich selbst ein Internatskind war und zum anderen, weil ich in der Vorschau neulich eindeutig einen ehemaligen Lehrer aus meiner damaligen Zeit erkannte. Musste ich also sehen.

Vielleicht hätte ich das Aufgenommene nicht direkt gestern Abend sehen soll. Aber wahrscheinlich hätte jeder andere Zeitpunkt mich genauso vor Fremdscham im Boden versinken lassen. Die Sendung will genau das vermitteln, was die o.a. Pressemitteilung schon erahnen lässt. Reiche Schnöselkinder, die, wenn sie sich nicht gerade mit Champagner in der Schuldisco volllaufen lassen, auf der schuleigenen Anlage golfen lernen oder mit ihren dicken Autos protzen.

Davon abgesehen, dass ich nicht glauben kann, dass es in Deutschland eine Privatschule gibt, die all diese (und noch viel mehr) Klischees so übererfüllt, macht es mich sprachlos, dass Eltern und Schulleitung einer Sendung mit solch einseitiger und eindeutiger Berichterstattung zugestimmt haben. Gerade bei diesen Instituten würde man doch ein wenig mehr Diskretion vermuten.

Wie gut, dass es bei uns damals so komplett anders war. Das Schulessen war eine Katastrophe, was uns allerdings nicht daran gehindert hat, es dennoch in Massen in uns reinzustopfen. Unser Champagner bestand aus Hopfen und Malz und Gucci und Armani kannten wir nur von bzw. an unseren Eltern. Wenn überhaupt. Ich kann mir nicht vorstellen, dass sich die Zeiten wirklich so drastisch geändert haben. Sicherlich gab und gibt es gerade bei Internaten große Unterschiede und auch zu meiner Zeit schon Eliteschmieden, aber soweit ich weiß, wurde auch dort der Ball noch deutlich flacher gehalten.

Und schreib ich es nun? Ich schreib es..
Der Grund, warum ich mir das Drama nicht live ansehen konnte, ist der Besuch des Carpendale-Konzertes. Aber hey, es war hier bei uns in der Provinz und nett war es auch. Es flogen sogar BHs auf die Bühne, allerdings nicht meiner. Neben ‘Hello Again’ und ‘Ti Amo’ kenn ich jetzt sogar noch andere Lieder von Howie. Die Titel hab ich allerdings vergessen..

[Teures Hobby]

Thursday, August 13th, 2009

Die Anschaffung eines Hundes will wohl überlegt sein. Wieso ich mir vor nunmehr 8 Jahren während des Studiums gedacht habe, dass ich mir einen Hund leisten kann, weiß ich nicht mehr. Vermutlich weil der Faktor Zeit- eine nicht ganz unwichtige Größe in Bezug auf einen Caniden- während des Studiums durchaus dehnbar ist. Aufgrund der Wohnungsgröße und des Faktors Geld entschied ich mich für einen kleinen Hund. Ein großer frisst dir die Haare vom Kopf während er zeitgleich das Weggefressene in Form von Fell in der kleinen Wohnung wieder verliert, dachte ich. Das bisschen Futter eines Kleinhundes wird schon nicht so viel kosten, dachte ich. Und einmal im Jahr zum Tierarzt wird auch nicht die Welt sein, dachte ich.

Doch dann kam Hund 1.

Ein ganz reizendes Wesen, dass mir die Tage eines sehr heißen Sommers 2oo1 damit versüßte, permanent zu trinken oder im Wassernapf zu baden und anschließend das Getrunkene direkt wieder auf dem Teppich landen zu lassen. Nach drei Wochen in der Großstadt gab ich auf und floh mit der kleinen Siegesgöttin zu meinen Eltern, um erst mit einem stubenreinen Hund zurückzukehren.
Zurück stellte ich schnell fest, dass Hund 1 einen recht ausgeprägten Hang zu Tierärzten hat. Zugegeben, die Tierärztin war nett und auch der Hof, auf dem sich die Praxis befand, ganz reizend, dennoch sind Besuche im Zoo deutlich günstiger und das bei deutlich größerer Artenvielfalt.

Im Jahr 2oo4 zogen Hund 1 und ich in die Provinz und neben anderen Veränderungen brachte der Umzug auch einen Garten mit sich. Wo ein Hund Platz hat, haben es auch zwei, dachte ich. Und auch der Faktor Zeit wurde wieder ins Kalkül gezogen. Ob man nun mit einem oder zwei Hunden raus geht- der Zeitaufwand bleibt doch der gleiche, dachte ich. Darüber hinaus können beide Hunde miteinander spielen, somit spart man wieder Zeit ein, dachte ich. Und das bisschen Futter..

So kam es, dass Hund 2 bei uns einzog.

Sehr schnell stellte sich heraus, dass Hund 1 wenig Interesse an gemeinsamen Freizeitaktivitäten hat, auch wenn beide eine gemeinsame Vorliebe teilten und noch heute teilen: den Veterinär. Kaum ein Monat vergeht, in dem wir der Praxis keinen Besuch abstatten. Und mag das Zittern im Vorfeld auch noch so groß sein- ich bin mir sicher, dass sie heimlich feuchte Tierarztträume haben. Hätten sie ein eigenes Zimmer, sie hätten einen Starschnitt.

Vor Antritt des Urlaubs ging ich nochmal mit den Beiden zum Tierarzt, liess Impfungen auffrischen und besorgte noch ein paar Medikamente, schließlich haben wir die ersten beiden Urlaube unter südlicher Sonne auch nicht ohne Tierarztbesuch hinter uns bringen können. Schon am zweiten Tag stellte sich heraus, dass Hund 2 und Salzwasser sich nicht gut vertragen. Das Bier biss sich die Pfoten wund und fortan war man damit beschäftigt, dem Hund die Pfoten zu verbinden oder ihm in unverbundenem Zustand das Pfotenbearbeiten zu verbieten, was nur temporär gelang. Nach einer Woche gab ich auf. Der Hund wollte das kroatische Gesundheitswesen testen und ich wollte ihm den Spaß nicht verderben. Zwei Spritzen und eine Salbe später konnten wir endlich anfangen den Urlaub ohne Verband zu ‘genießen’,

denn darüber hinaus liess sich Hund 2 auf offener Straße von einer wild gewordenen Mutterkatze vermöbeln, was zu einer wahren Blutflut führte (wobei man das Blut im Bart auf dem Foto oben gar nicht wirklich sieht, nur das Leiden). Schließlich rannte er ein paar Tage später derart unglücklich in einen Klettenbusch, dass das Freilegen des zugekletteten Auges viel Zeit und Geduld (auf beiden Seiten) in Anspruch nahm. Am Strand ging er dafür lieber gar nicht mehr in die Nähe des Wassers und machte es sich lieber mit Sicherheitsabstand bequem, dabei trat nicht er sondern Hund 1 in einen Seeigel.


Während Hund 2 Kroatien nach diesen Erlebnissen wohl nicht zu seinen Lieblingsländern zählen dürfte, hatte die Kollegin den Spaß ihres Lebens und verbrachte die meiste Zeit auf Luftmatratzen oder direkt im Wasser, wenn sie nicht gerade den umliegenden Strandgästen beim Mittagessen helfen musste.

Für den Hundemädchenwasserspaß bestellte ich Zuhause angekommen umgehend ein Wasserutensil, natürlich in rosa, da wusste ich allerdings noch nicht, dass wir tags darauf mal wieder zum Tierarzt gehen und das Hundebudget ordentlich dehnen würden.

Und heute ist noch nicht mal der 15.!

Noch ein paar mehr Bilder aus dem Urlaub gibt es bei flickr

[Ich bin dann mal wieder da]

Tuesday, August 11th, 2009

So, da wären wir wieder. Also eigentlich schon seit Samstag, aber wie das so ist: Auspacken, Waschen (okay, gelogen, wir hatten eine Waschmaschine), Ankommen, Familie treffen, Fotos sichten (noch nicht mal ansatzweise geschafft) und schon ist man eine halbe Woche wieder Zuhause und merkt es noch nicht mal. Der graue Himmel und die Temperaturen erinnern mich allerdings quasi minütlich daran, dass es im idyllischen Kroatien deutlich sommerlicher war. Eine Zusammenfassung folgt (vielleicht), weitere Bilder auch.