Archive for July, 2009

Thursday, July 23rd, 2009

[We are going on a summer holiday]

Wednesday, July 22nd, 2009

Der Countdown läuft. Noch zwei Tage und dann geht es in den Urlaub. Streng genommen sogar nur noch eineinhalb. Und da dieser Urlaub Strand beinhaltet und da Strand (zumindest für mich) nicht FKK beinhaltet, ist die Anschaffung einer passenden Strandbekleidung unumgänglich.

Also fuhren die bessere Hälfte und ich, nachdem ich hier in der Kleinstadt erfolglos alles abgegrast und selbst der Kleiderschwede nichts zu bieten hatte, nach Dortmund, um dort etwas passendes zu finden.

Nun bin ich weder klein noch zierlich, was nicht bedeuten soll, dass ich fett bin, ich würde mich mit einem BMI von 21,8 als relativ normal beschreiben. Meine Oberweite ist nicht klein, aber auch nicht monströs, alles in allem bin ich eine relativ große, aber recht normale Erscheinung. Dachte ich.

Wir betreten den Karstadt Sport, fahren in die (neudeutsch) Beachwareabteilung und uns empfangen Regalkilometer von Männerbikinis oder aber auch Bikinis für Frauen ohne Oberweite. Schnell ist geklärt, dass Strandmoden-B-Cup nicht gleichbedeutend mit Unterwäschen-B-Cup ist und ich nach C suchen muss. Dieser eine Buchstabe im Alphabet schmälert die Auswahl von unendlich auf knapp zehn Modelle, eines schriller und wild gemusterter als das andere.

Da ich nicht vorhabe als wandelnde Warnboje auf Ecstasy den Strand unsicher zu machen, kann ich mich leider für keines der angebotenen Modelle entscheiden. Auch ist mir die Gefahr zu groß, dass ich beim Kauf einer solchen augenkrebsverursachenden Bekleidung den Rest der Zeit im kroatischen Knast verbringen muss, weil selbst der hart gesottenste Kroate bei diesem Anblick durchdrehen würde. Und ich vermute, die sind einiges gewohnt.

Also grabe ich mich weiter durch die Kleinbrustmodelle in der Hoffnung, dass vielleicht jemand etwas Brauchbares falsch einsortiert hat. Jemand hat und ich finde ein recht pinkes und doch recht schlichtes Modell, dessen Oberteil mich zumindest nicht sofort in Schockstarre versetzt. Warum lassen sich Frauen die Brüste vergrößern, wenn sie anschließend nur noch oben ohne rumlaufen können oder ist das gar der Plan?

Das Modell und ich begeben uns in die Umkleidekabine, ich probiere und sehe aus wie ein gut genährtes Knallbonbon. Zugegeben, ich bin gut genährt, aber… Aber es passt. Ich bin glücklich. Die Hose, die ich vorher nicht näher betrachtet habe, besticht durch modischen Chic der 70er, nicht nur was das Jahrzehnt angeht. Der Bund reicht über den Bauchnabel und der Stoff, der den halben Oberkörper bedeckt, ist vorne aufregend gerafft. Meine Großmutter würde vor Neid erblassen und ich bekomme spontan Angst, dass kroatische Großmütter das gleiche tun und mir die Hose vom Leib reißen werden.

Die kann ich nicht tragen. Einzige Ausnahme ist eine womöglich verlorene Wette im Urlaub, in deren Wetteinsatz das Teil unglücklicherweise verflochten ist.

Ich verlasse also wieder die Kabine und mache mich auf die Suche nach einer passenden Badeshorts. Ich habe daheim zwar einiges im Angebot, aber mit Pink ist leider nichts dabei. Tatsächlich werde ich fündig und unglaublicherweise passt die Hose auch noch auf Anhieb. Soviel Glück hatte ich an einem durchschnittlichen Dienstag im Juli gar nicht erwartet. Aber gut, im Lotto der vergangenen 14 Tage habe ich ja nicht mal die obligatorischen 2,50 Euro für die letzte Ziffer der Superzahl gewonnen.

Die bessere Hälfte, der Bikini, die Strandshorts und ich verlassen den Laden und ich bin froh, dass ich im Urlaub nicht doch an den FKK-Strand muss. Und Wetten werde ich die nächsten 14 Tage ganz sicher nicht!

[Wasserbett]

Wednesday, July 15th, 2009


[via]

Ob das so gesund ist? Die ganze Nacht den ‘Duft’ von Chlor in der Nase? Wird die Bettwäsche in dem Raum nicht klamm? Wenn man im Schlaf aus dem Bett fällt, ertrinkt man dann? Hallt das Schnarchen des Partners in diesem Raum nicht ganz schrecklich?

[Holland]

Monday, July 13th, 2009

Das Schlechtwetterkarma hat zugeschlagen, volle Breitseite und mit Niedergang von gefühlten drei Hektolitern pro Quadratmeter, so dass mir beim Frühstück von den Mitreisenden eröffnet wurde, dass man diese Art Ausflug zukünftig doch lieber ohne mich machen würde. Die Vergangenheit zeigt, dass meine Anwesenheit in drei Wochen Sonnenschein zielsicher zwei Regentage einbauchen kann- bis ich wieder abreise.

Glücklicherweise verzog sich der Regen, so dass ich am Nachmittag einigermaßen rehabilitiert war und wir doch noch einen Bootsausflug machen konnte. Allerdings blies der Wind stärker als Dolly Buster und wir sahen uns alle nicht in der Lage, das Boot zu verlassen und die Wasserski zu testen. Also wurden einfach nur Sonne und Wind genoßen, so dass die ein oder andere Nase abends kräftiger leuchtete als Außenwerbungen auf Sankt Pauli.

Sogar abends schien die Sonne noch, krönte den Tag mit einem kitschigen Sonnenuntergang und liess Hoffnungen und Pläne für den nächsten Tag wachsen. Über Nacht hatte mein Karma allerdings Zeit sich zu erholen und neue Kräfte zu sammeln, so dass ich schon beim ersten Aufwachen um sechs Uhr morgens wusste, dass dies für Regenphobiker kein guter Tag werden würde. Wie sich einige Stunden später herausstellte, war es auch für die Zimmerdecke des Restaurants kein sonderlich guter Tag- sie gab an einigen Stellen den Geist auf. Das heruntertropfende Wasser sammelte sich in den gelben Plastiktischmülleimern, ein Utensil, das ich eigentlich ausgestorben wähnte.

Wir entschieden, dass Boot aus dem Wasser zu holen und vorzeitig die Abreise anzutreten, um auf dem Rückweg noch in Arnhem anzuhalten und dort zu shoppen, dort sollte verkaufsoffener Sonntag sein. Die Betonung des vorigen Satzes liegt auf sollte- wenn etwas schief geht, dann auch richtig. Die Geschäfte in Arnhem waren geschlossen, die Wolken (entgegen der Prognosen des Hoteliers vor der Abreise) aber noch weit geöffnet. Ein Mittagessen später befanden wir uns auf dem Rückweg, um Zuhause bei schönstem Sonnenschein ein paar Stunden auf der Terrasse zu verbringen.

Mal sehen, ob ich auch Kroatien den regenreichsten Sommer seit 300 Jahren bescheren kann. Ich werde berichten..

flickr

Sonnengott

Friday, July 10th, 2009

Mein Schlechtwetterkarma hat wieder zugeschlagen. Wenn an, in und um mich herum alles so gut funktionieren würde wie mein Schlechtwetterkarma, dann würde ich mir eine glänzende Karriere voraussagen. Tut es aber nicht und da ich keine Ambitionen habe in der Wüste meine Zelte aufzuschlagen, sehe ich für meine Karriere schwarz, auch wenn die mich (und meine mich umgebende 90% Regenwahrscheinlichkeit) dort gut gebrauchen könnten.

Schon länger war der Bootsausflug für dieses Wochenende geplant und ungefähr genauso lange wusste ich, dass der Sommer an diesem Wochenende eine Pause einlegen würde. Und keine Kleine. Es darf geklotzt und nicht gekleckert werden und so stand das Thermometer heute Morgen auf 13°, während vom Himmel kübelweise Feuchtigkeit in die Landschaft prasselte.

Die Vorhersagen für die holländische Region sind für das Wochenende durchwachsen und hätten steigende Tendenz, wenn ich daheim bleiben würde. Mein grenzenloser Egoismus lässt mich aber heute Nachmittag in das Auto steigen und gemeinsam mit der Regenwolke in die Niederlande düsen, um dort für mich und meine Mitreisenden das Wochenende ins Wasser fallen zu lassen. Ich weiß nicht, ob sie wissen, dass man kein Strandoutfit einpacken muss, wenn man mich mitnimmt. Sonntag werden sie es wissen.

Ich bin mal gespannt, ob mein Schlechtwetterkarma dominant genug ist, um den Sommerurlaub, der in zwei Wochen startet, auch verregnen zu lassen. Wenn doch, nehme ich lukrative Angebote des afrikanischen Kontinents gerne entgegen.

[Auffällig Unauffällig]

Monday, July 6th, 2009

Ich stehe in der Schlange eines ortsansässigen Discounters. Ich stehe nicht gerne in Schlangen. Zum Einen, weil Schlangestehen die Krönung des Zeitverschleuderns ist und zum Anderen, weil ich hier mit Menschen auf Tuchfühlung gehen muss, deren Tuch nicht selten einer Wäsche bedarf. Waschmittel haben diese Personen nicht in ihrem Einkaufswagen. Nie.

Von rechts kommend versucht eine Frau möglichst unauffällig auffällig das Gebot des Schlangestehens zu umgehen und über das auffällig unauffällige Studium der Schüttware an der Kasse einen Platz im Kreis der Wartenden zu erobern. Direkt vor mir. Ich schiebe meinen Wagen in die Hacken meines Vordermanns (zum Glück habe ich einen Wagen und muss nicht übermäßig auf Tuchfühlung gehen- auch der Herr hat kein Waschmittel im Wagen) und suggeriere so auffällig, dass die Dame unauffällig verschwinden soll- ans Ende der Schlange.

Diese tut allerdings so, als ob das Entnehmen eines Angebotsbatteriepacks aus dem Regal neben der Kasse einen vorderen Platz in der Warteschlange impliziert und bleibt auffällig neben meinem Wagen stehen. Vermutlich fährt die Dame einen Benz und ist damit auch dem Irrglauben erlegen, dass ein Stern auf der Haube automatisches Linksfahren auf der Autobahn impliziert. Die Batterien sind weder von Mercedes noch ist die Schlange des Discounters die A1, ich schließe weiter auf und gebe ihr nunmehr auch verbal zu verstehen, dass das Ende der Warteschlange nicht VOR mir ist. Wollen wir doch mal sehen, wer hier den längeren Atem hat. Sie dreht sich um, öffnet den Mund, um zu antworten und in dem Moment weiß ich, wer von uns eindeutig den schlechteren hat.

Und im Wagen: keine Zahncreme..