Ich will mal versuchen es so zu erklären, selbst der gesündeste Körper kann auf ein Wetter wie dieses nur eine Reaktion zeigen: Protesterkältung!
Eine nicht enden wollende Demo aus in irgendwelchen Hirnwindungen oder sonstwo produzierter Flüssigkeit quillt aus den Öffnungen, die eigentlich dazu da sind, den Menschen beim Atmen nicht blöd aussehen zu lassen. Lässt sich derzeit allerdings nicht verhindern. Die Nase ist dicht wie die A1 an jedem Montagmorgen. Also atme ich durch den Mund. Und sehe blöd aus. Die Nase, der eines 80-jährigen sibirischen Wodkaherstellers würdig, tut ihr übriges dazu. Und das, wo ich rot eigentlich schön finde. In meinem Schlafzimmer zum Beispiel. Oder auf Coladosen, also den echten, in denen die schädliche Plörre ist MIT Zucker UND Koffein. Die, die ich so gerne mag, besonders gut gekühlt zum Frühstück. In dunklem Ton auch auf den Lippen. Aber an meinen Nasenflügeln?
Der Hals fühlt sich an wie nach einer durchzechten, durchrauchten Nacht in irgendeinem dunklen Schuppen im Ruhrgebiet der 30er Jahre (man merkt, ich gucke die Krupps). Eine Nacht, die aus 100 Stunden und 10x so vielen Zigaretten bestand.
Mit der Stimme allerdings könnte man in Zeiten wie diesen das finanzkrisengeschüttelte Konto ein wenig aufbessern, würde dem nicht entgegenstehen, dass die Anrufer der teuren 0190-Nummern im Zweifel in Zeiten wie diesen auch weniger Stöhngeld zur Verfügung haben.
Ich nehm den März mal für den April und hoffe auf den Mai. Derweil kurbele ich die Papierindustrie ein wenig an, allerdings nur die mit Aloe und Kamille. Mit ein wenig Gelb wird es um die Nase ja vielleicht orange, ein ähnlicher Effekt wie bei schlechtem Selbstbräuner.
Im Kopf? Grippaler Flashmob, erstaunlich ausdauernd.
Gesundheit!